LichtRaum LRM, Planungsbüro Lichtwerkstatt

Technik · 2 Minuten Lesezeit

So funktioniert LED-Flächenlicht

LED-Flächenlicht leuchtet über die ganze Fläche, obwohl die LEDs nur an der Kante sitzen. Das Licht wandert durch eine Acrylglasscheibe und wird von einer Rasterung nach vorne gelenkt.

LED-Flächenlicht mit Seiteneinspeisung: LEDs an der Kante des Moduls koppeln das Licht in die Acrylglasscheibe ein

Licht in der Scheibe

Eine Leuchtdiode strahlt Licht aus, wenn Strom in Durchlassrichtung fließt. Bei LED-Flächenlicht sitzen die LEDs an der Kante des Moduls und speisen das Licht seitlich in eine transparente Acrylglasscheibe ein. Acrylglas (Polymethylmethacrylat) ist ein transparenter thermoplastischer Kunststoff. Als Lichtleiter transportiert die Scheibe das Licht über die Fläche, weil es an den Grenzflächen reflektiert wird.

Die Laserrasterung

Würde das Licht in der Scheibe bleiben, leuchteten nur die Kanten. Deshalb ist die Scheibe mit einer Laserrasterung versehen. Sie wirft das an den Kanten eingespeiste Licht nach vorne und bringt so die ganze Fläche zum Leuchten.

Rand und Frontscheibe

Direkt an der LED-Leiste entsteht ein Rand mit sichtbaren Lichtpunkten, den Hotspots. Er lässt sich lichtdicht kaschieren, die Kaschierung ist ca. 16 mm breit. Eine opale, 3 mm starke Frontscheibe verteilt das Licht zusätzlich und macht das Modul homogen und blendfrei. Bei Frameless ist die Auskopplung so gelöst, dass die Fläche bis zur Außenkante leuchtet.

Warum die Module flach sind

Weil die LEDs seitlich sitzen, bestimmt die Dicke der Scheibe die Bautiefe. Je nach Lichttechnik sind Module von 6 mm (FL-Fine-S) bis 21 mm (Frameless) möglich, BASIC ist 11 mm stark.

Fragen und Antworten

Warum leuchtet nicht nur die Kante?

Eine Laserrasterung in der Scheibe lenkt das eingespeiste Licht nach vorne, so tritt es über die ganze Fläche aus.

Quellen

Stand: Oktober 2026. LichtRaum LRM, Rolf Leinberger.

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